15. September 2026 | News

Ambulantisierung: Drei Stellschrauben für den Klinikeinkauf

Hybrid-DRGs verändern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vieler Krankenhausleistungen: Bei Leistungen, die unter neue Vergütungsmodelle wie die Hybrid-DRGs fallen, können die Erlöse pro Eingriff gegenüber der bisherigen stationären Vergütung deutlich sinken, während wesentliche Infrastruktur- und Prozesskosten bestehen bleiben. Für Einkauf, Materialwirtschaft und Logistik steigt damit der Druck, ambulante Leistungen wirtschaftlich und zugleich prozesssicher zu organisieren.

Drei Handlungsfelder für den Klinikeinkauf

Sachkostentransparenz, Produktportfolios und Logistik

Für Einkaufsverantwortliche rücken dabei drei Handlungsfelder besonders in den Fokus: Sachkostentransparenz, differenzierte Produktportfolios und eine auf höhere Taktung ausgerichtete Logistik.

Kliniken müssen genauer wissen, welche Material- und Prozesskosten je Eingriff entstehen, welche Produkte für ambulante und stationäre Leistungen tatsächlich benötigt werden und wie Materialien bei steigenden Fallzahlen zuverlässig zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar sind.

„Ambulantisierung ist kein Sparprogramm – sie ist ein Produktivitätsprogramm.“

Jens-Patrick Schulz, Leitung Senior Consulting bei Prospitalia

Standardisierung beginnt bei der Leistungsstrategie

Ein wichtiger Hebel ist die Standardisierung. Definierte Materialkonzepte und OP-Sets können Varianten reduzieren, Rüstzeiten verkürzen, die Lagerhaltung vereinfachen und Sachkosten pro Eingriff transparenter machen. Entscheidend ist allerdings, nicht mit einzelnen Produkten zu beginnen: Zunächst muss klar sein, welche ambulanten Leistungen ein Krankenhaus strategisch ausbauen, weiterhin vorhalten oder künftig anders organisieren möchte. Erst daraus lassen sich passende Beschaffungs-, Logistik- und Standardisierungsstrategien ableiten.

Im Fachbeitrag „Ambulantisierung – Einkauf zwischen Prozess und Preis“ in der Klinik Einkauf zeigt Schulz, wie sich diese Veränderungen konkret auf den Klinikeinkauf auswirken und welche Stellschrauben für eine wirtschaftlich tragfähige Umsetzung entscheidend sind.

Den vollständigen Fachbeitrag können Sie hier ansehen:

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Was die Ambulantisierung grundsätzlich für Einkauf und Beschaffung im Krankenhaus verändert, lesen Sie in unserem Beitrag
„Ambulantisierung im Krankenhaus: Was sich für Einkauf und Beschaffung verändert“